The Vidgames Review Archive

3. Mai 2007

Spiderman 3

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Penance, 02.05.2007

SPIDERMAN 3 (hier bitte die ps3-Schrift denken) [2007 / US & A]

Tjopes. 250 Millionen Dollar hat er gekostet.. der teuerste Film bis dato. Wo die hin sind? Sagts mir, denn ich hab keine Ahnung ehrlich gesagt.

Story
Okay, das ist nur grob umrissen, da es diesmal ja mehrere Handlungsstränge gibt aka Spidey ist mit der süßen aber unsicheren Mary Jane zusammen. Sie singt am Broadway, fliegt dort aber wieder raus und begibt sich für einen Kuss in die Arme ihres besten Freundes, Harry Osborn.. der noch zuvor als neuer Gnom Spidey töten wollte. Er wird aber gekloppt, wacht im Krankenhaus mit Gedächtnisschwund auf und ist wieder der beste Kumpel.
Weiterhin gerät Flint Marko in eine Testanlage und mutiert zum Sandmann. Das kommt ihm recht, braucht er als gesuchter Verbrecher doch ganz schnell ganz viel Geld um seine Tochter zu heilen, die todsterbenskrank ist.
Und dann gibts da noch den Komet, der auf die Erde fällt und den schwarzen kleinen Parasiten freigibt, der einfach nur lieb gehabt werden will und sich einen Wirt sucht aka Venom.. auf den ich mich ja am meisten freute, weil er in den Comics einfach nur ein verflucht geil aussehender Charakter ist.
Gut.. hört sich das nach viel Stoff an? Oh ja.


Links: Spidey ist drauf und dran zur dunklen Seite der Macht zu wechseln | Rechts: Wie man feststellen kann, nimmt man dadurch automatisch auch emo-bezogene hairstyles an

Kritik
Viel Stoff ist es in der Tat. Und obwohl sich der Film zieht wie ein Hubba Bubba, kann ich nicht sagen, dass jetzt wirklich teifsinnig auf irgendeinen der Charaktere eingegangen worden ist. Alles läuft nahezu episodenartig ab und die Geschichte ist mehr oder weniger vorhersehbar. Sicherlich.. man musste sich an die Comics halten, sonst wären die Hardcorefans enttäuscht gewesen. Naja aber warum jetzt ein Typ jemanden umbringen will, weil er durch einen anderen seinen Job verloren hat (im Prinzip) und der auch einmal mit dessen Freundin in einem Jazz-Club war, ist mir ehrlich gesagt etwas em.. schleierhaft. In den späten 80ern konnte man mit solchen Gründen in einem Comic sicherlich punkten aber heutzutage klingt das alles schon sehr naiv bis blauäugig, oder, um es mal beim Namen zu nennen, total bescheuert.

Dabei macht der Film „eigentlich“ alles richtig. Gute Musik, absolut dicke Kamerafahrten ohne Zeitlupencrap, eine solide Story wie bei Teil 1 und 2,l bei der auch der Humor nicht zu kurz kommt. Im Gegenteil. Zwischendurch baut der dritte Ableger wirklich ein paar Höchstleistungen hin, wenns um Stimmung geht. Was dem Film aber fehlt ist Authentizität. Sicherlich sind Comicverfilmungen etwas abgedreht aber hier dachte ich mir so oft „baha“, dass ich teilweise nicht wusste ob ich das nur witzig oder blöd finden soll. Allein die comments der Fernsehberichterstattungstuss relativ am Schluss und die live TV-Übertragung wirkt so aufgesetzt, dass es mit dem Rest des Films nicht viel zu tun hat.

Das zweite Problem ist die Action.. die zwar vorhanden aber viiiieeel zu selten die Hauptrolle übernimmt. Bei einem Film von 139 Minuten erwarte ich nicht nur minutenlange Laberszenen.. ich will dann auch mal mit Action (wie in den Comics seitenlang..) belohnt werden. Aber sie wird ständig von Gebrabbel und anderem Kram unterbrochen, sodass es in Teil 3 (wie auch in Teil 1) keine einzige Szene gibt, die mal durchgehend rockt und ein ganzes Chapter auf der DVD für sich beanspruchen würde.
Wie gesagt.. 250 Millionen Dollar sah ich da nirgends. Sicherlich.. ein Kran der einen Wolkenkratzer aufreisst sieht schon arschgeil aus und die beste Computeranimation, in der der Sandmann zum ersten mal versucht aufzustehen war wirklich eine Augenweide und so noch nie zu sehen.. naja aber sorry.. das wars auch schon. Alles andere ist relativ standard und Venom sieht, um es mal vorsichtig auszudrücken, nicht nur absolut scheisse aus, er hat auch noch eine ganz beknackte Synchro verpasst bekommen.


Links: Der Sandmann wurde sowohl charakteristisch, als auch technisch gut umgesetzt | Rechts: Venom sieht im Vergleich dazu leider aus wie ein wütender Wauwau

Fazit
Ich hatte schon nicht viel erwartet (aber zumindest genau so viel wie im Sequel) und jetzt wurde ich trotzdem enttäuscht. Der Film hat mehr als die anderen Comicverfilmungen.. guten Humor, klassische Momente, mehrere Handlungsstränge.. aber man wird das Gefühl nicht los, dass gerade die ganzen Stories im dritten Teil einfach viel zu viel waren und man sich lieber auf eine oder zwei Sachen hätte konzentrieren sollen.

Ich wollte dem Film jetzt 3 penen geben aber er bekommt noch einen abgezogen, wegen einer kurz vor dem Finale vorkommenden, sehr kurzen Einstellung, die mich ja wirklich fast kotzen ließ. Wer mich kennt, weiss was ich meine. Und ich glaube selbst das war computeranimiert!?!? ~_~

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Die Abenteuer des Tom Sawyer

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Max, 30.04.2007

Unglaublich aber wahr: Ich hatte am Sonntag nichts zu tun – beziehungsweise hatte ich natürlich was zu tun, nur war ich viel zu faul und gammelte rum – und so habe ich mal ein wenig durch die wunderbare Vielfalt des deutschen Fernsehens gezappt. Und blieb promt auf SuperRTL hängen – was nicht unbedingt gutes heißen soll, sonst kam echt nur Rotz. Von Kamerateams die Polizisten durch ne Kleinstadt nachjagen, Nachrichtenjournale mit Panikmachern wie Terrorvorbereitungen in Deutschland, sowie Fußball, Soaps und 9Live. Also eine solch tiefe und breite Auswahl und Abwechlung wie penance’ Sexualpräferenzen und dessen Vielfalt. Aka gar keine.

Nun, lasst uns nicht weiter abschweifen. Wie es der Zufall wollte, fing gerade ein Film auf SuperRTL an. Beziehungsweise kein Film, sondern ein Zeichentrickfilm. „Tom Sawyer“. Fein, über den jungen Herren habe ich so einiges gehört, aber besitze gefährliches Halbwissen. Stand der nicht mit Hackfresse Bärenfick oder wie der hieß in Verbindung? Achja, Wikipedia weiß alles:

Quote:
Die Abenteuer des Tom Sawyer (The Adventures Of Tom Sawyer) ist ein 1876 erschienener Roman des amerikanischen Schriftstellers Mark Twain.

Das Buch zählt zu den Klassikern der Jugendbuch-Literatur. Es wird, für die Zeit ungewöhnlich, in der damals gängigen Alltagssprache erzählt, womit der Autor ein Gegenkonzept zu den damals üblichen Kinderbüchern über Musterknaben und brave Mädchen entwerfen möchte. Bisweilen wird das Buch, wie auch der Nachfolger „Huckleberry Finns Abenteuer“, als rassistisch bezeichnet, weil Schwarze durchweg „Nigger“ genannt werden. Das war jedoch die zu der Zeit gängige Sprachpraxis. Die Darstellung der Schwarzen, mit denselben Gefühlen und Wünschen wie die Weißen, ist für die Zeit emanzipatorisch.

Na hervorragend. Aber geschissen drauf, Film fängt an, Chips her, Maul halten.

Huh, das sind ja anthropomorphische Tiere? Und NICHT von Disney? Das ist eigentlich fast ein Ding der Unmöglichkeit. MGM Animation soll den Film gemacht haben. Und obwohl die ersten Szenen sehr 80s von der Bildsprache und den Farben aussehen, will mir Wikipedia weiß machen, dass der Film von 2000 ist. Und zusätzlich hat MGM Animation wirklich rein gar nichts mit Disney zu tun. Beruhigend zu wissen.

Sechster Absatz. Hier scheint eine gute Stelle zu sein, ein Häufchen zu hinterlassen. Ein Häufchen der Information über die Charaktere.

Zum einen hätten wir da Tom Sawyer – logisch. Eine Katze. Glaube ich. Könnte auch ein Löwe sein. Irgendwas dazwischen. Sein bester Kumpel, Huckleberry Finn (der dennoch vom Mississippi kommt, und nicht aus Finnland), ein Fuchs, ist ein typischer Faulenzer und hat es gegenüber Tom Sawyer schon aufgegeben in die Schule zu gehen. Angelt den ganzen Tag und läuft schön pennerhaft ohne Schuhe rum und träumt mit Tom von verborgenen Piratenschätzen. Dennoch nicht der Dümmste, auf ihn kann man sich verlassen. Das einzig lustige daran wäre, dass er einen Kopf kleiner ist als Tom Sawyer. Also siehts mit den Blowjobs ein wenig schlechter aus, denn wenn er sich hinkniet ist sein Kopf noch immer zu weit unten. Aber zum Glück nicht mein Problem.

Wahnsinn, soviel hab ich geschrieben und so wenig Informationen kamen rüber. So gehts nun heiter weiter.

Tom wohnt bei seiner strengen Tante Polly und seinem Bruder, dessen Name ich vergessen habe, der nebenbei die größte Petze der Nation ist und Tom immer wieder verpfeift.

Becky Thatcher, eine neureiche Göre die sich zu fein zum Schwindeln ist, kommt dann auch noch ins Toms Klasse und er verknallt sich sofort in sie – Sauerei, wie wenn ihm Huckleberry nicht genug wäre!! Bei dem regt sich anscheinend bei dem Mädel nix. Bei Tom umso mehr, weil er seine bisherige Freundin einfach so in den Sand setzt und sie ziemlich unglücklich wird.

Der gewalttätigste Charakter kommt aber erst ins Spiel, als Tom und Huck zusammen auf einem Friedhof ein Verbrechen beobachten – der große, gefährliche Joe (zwei Meter fünfzig Wolf) bringt einen Polizisten um.

Das bedeutet für unsere beiden Helden: Den Mississippi rauf und einmal runter, immer vor dem Erzfeind verstecken, bevor dieser ihnen den Hals umdreht und Tante Polly auch noch mit dem Nudelholz hinterherläuft. Und ganz nebenbei noch die große Liebe entdecken. Und ob die Geschichte von dem Piratenschatz wahr ist?


(Merke: Screens von diesem Film sind im Internet sehr schwer zu finden!)


Hört sich doch alles abenteuerlich jugendlich und romantisch an, oder? Nun, fast. Wenn da nicht die ziemliche Brutalität wäre.

Versteht mich nicht falsch, nur haben einige Szenen sich in mein Gehirn gebrannt bei denen ich mir nicht vorstellen könnte, dass sie Kindern oder Jugendlichen – für die dieser Film gemacht wurde – gefallen werden. Zum einen sind da die ziemlich offensichtlichen Morde, die man anders hätte gestalten können. Ein Polizist wird mit Karacho auf einen Grabstein mit dem Kopf voran geworfen, stirbt wegen Gehirnblutungen oder was-weiß-ich. Wird dann von seinem Kollegen auf dem Pferd davongetragen, einen ersten verwirrten Verdächtigen schon angebunden im Schlepptau.

Ebenso werden Bösewichte einfach aus dem Weg geräumt, in dem sie getötet werden. Zwar immer von Klippen schubsen oder ähnlich, doch auch schon ziemlich fieß den toten Körper dann für mehrere Szenen im Bild zu lassen, und direkt daneben tanzen die Leute vor Freude.

Ein wenig komisch war auch die Dreiecksbeziehung zwischen Toms alter Freundin und seiner neuen. Das hieße: Wenn da eine Dreiecksbeziehung möglich wäre. Er hätte sie wunderbar gleichzeitig nehmen können, während er eine von hinten verwöhnt, hätte sich die andere ihren Genitalbereich in seinen Mund drücken können, bis er fast erstickt wäre. Aber das wollte er natürlich nicht, die etwas flapsigere, jungenhaftere Ellenbogen-Dame mit seinen gleichen Interessen (seine alte Freundin, mehr mein Typ) ließ er ab der Sekunde zu jeder Gelegenheit abblitzen, seit seine neue Freundin (aus gutem Hause, traut sich nix, langweiliges Görenbiest) aufgetaucht ist. Flirtet mit ihr die ganze Zeit rum, aber die alte lässt er wirklich so eiskalt liegen. Was ist das für ne Arschloch-Aktion? Was hat das in einem Kinderfilm zu suchen?

<spoiler>Bis zum Ende versucht seine alte Freundin, sich an Tom ranzumachen. Ohne Ergebnis. Wenige Minuten vor Schluss entschied sie sich aber, mit dem asexuell erscheinenden Huck bisschen rumzuficken. Und die mögen sich dann auf einmal ganz toll, tja, vorbei mit Huck’s homoerotischer Zeit! Und ab diesem Zeitpunkt spricht Tom sogar mit seiner alten Freundin wieder… pffft… Weiber… Kerle…</spoiler>

Aber ich will ja keine Moralschlampe sein. Allgemein hat es aber der Ästhetik ein wenig geschadet, denn ansonsten ist der Film sehr im klassischen Rahmen gehalten. Sogar gesungen wird. Nicht zu viel. Aber wenn, dann gehts ab wie in nem LSD-Tripp. Als sich Huck und Tom (ziemlich homoerotisch) mit einem Lied ihre Freundschaft schwören, bekommen die Wellen, die Bäume, die Wolken auf einmal Augen, Nasen und Münder. Viel schlimmer als in jedem Mario-Teil. Und sie singen. Nehmen Tom und seinen Kumpel in den Mund (!), spritzen mit ihrem Wasser herum, singen alle wie wild. Herrlich auf Pilzen.

Emotionen bauen sich auf, weil man weiß, dass man jeden der wunderschön gezeichneten Hintergründe nur ein einziges Mal sehen wird in diesem Film – man kommt nicht zurück wie in Click’n'Point-Adventures, um sich diese Hintergründe nochmals anzusehen. Auch werde einzelne Locations, wie z.B. die Schule, nur sehr kurz angerissen.

Man hat schon gegen Ende des Films das Bedürfnis nach dem MEHR! Mehr über die Leute zu erfahren, die Locations, deren Geschichte. Es war eine schöne Zeit, die man in den Film investiert hat, obwohl ein flaues Gefühl im Magen bleibt – weil man „mehr“ aus dem Film hätte machen können und einige Patzer in der Ästhetik entstanden – welche aber wegen meiner persönlichen Natur reingerutscht sind.

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EDIT: Ich Kulturbanause wusste natürlich nicht, dass der Zeichentrick mit dem original Buch fast identisch ist und dort auch schon die Morde verzeichnet waren. Dennoch ändert sich an meiner Wertung nichts, passt einfach nicht zum Film. Interessant auch: Im Original wird der Mord dem gutmütigen Muff Potter (daher auch der Name unserer aller Lieblingsband) angehängt, während im Zeichentrickfilm dieser Charakter komischerweise MUTT Potter heißt. Wieso?

Sunshine (#2)

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Penance, 25.04.2007

Als ich damals nur den Schriftzug auf dem Poster sah, dachte ich mir: „Wahnsinn. Egal was es ist, ich muss ihn sehen.“
Als ich schließlich mitbekam, dass er von Danny Boyle gemacht wurde, der mir noch 2 Stunden meines Lebens schuldet aka „28 days later“, hatte ich wieder Schiss.
Und am 24.04.07, 50 Jahre vor dem Ende unserer Sonne, sollte sich herausstellen, ob der Film eine Geschichte wie diese spannend und stilvoll erzählen könnte. Aber um was gehts eigentlich genau?

Story
2057 ist die Sonne ist ausgepowert und droht zu sterben. Die Erde hat die Folgen schon zu spüren bekommen und befindet sich seit Jahren im Winter. Nachdem ein erster Versuch, die Sonne anhand einer in ihr eingeschleusten Atomsprengkapsel wiederzubeleben, missglückt ist, macht sich die Crew der „Icarus II“, die aus Experten so ziemlich jeder Sparte besteht, auf die Reise, unsere Erde zu retten.

Film
Ich sags gleich mal vorneweg: Der Film ist ein Meisterwerk. Ich kann nicht glauben, dass das von einem Regisseur stammt, der einst so einen Supercrap schuf.. und wir sahen auch noch den Trailer von „28 WEEKS later“.. und.. naja ich muss dazu nix sagen. Ich werd ihn mir nichtmal angucken, diese sicke lameness. =/

Von der ersten Minute an, wird man in monumentalen Bildern der Sonne und des Raumschiffs mit seinem gewaltigen Sonnenschild aka der Bombe, gefangen genommen. Was die Crew auf dieser Reise erleben wird, möchte ich hier nicht verraten, denn es wäre halt einfach lame. Es ist nur so, dass ich mir nicht vorstellen konnte, eine Story wie diese spannend und ansprechend in Szene zu setzen, ohne das ganze Heldengetue und Patriotismus.. von welchem Land auch immer.
Hier geht es aber nicht darum! Actually sieht man in dem Film nicht mal eine Flagge von irgendeinem Land. Kein Schauspieler ist nervig oder saublöd.. oder aggressiv wie ich, als dieser stinkende Depp neben mir im Kinosessel Platz nahm (ich musste flüchten). Niemand kreischt bekloppt rum oder verfällt in einen Heulkrampf. Das Ziel ist klar, die Wichtigkeit der Mission ist klar und die Protagonisten geben das sehr glaubwürdig rüber.

Die Optik dieses Films hat natürlich nichts mit „300″ zu tun aber ich würde lügen, wenn ich schreibe, dass „Sunhsine“ weniger beeindruckend aussieht. Ich habe afaik noch nie opulentere Weltraumszenen gesehen. Die Farbgebung und Einstellungen sind absolut phänomenal. Beim Rest des fast 2 stündigen Abenteuers hat Boyle definitiv alle Register eines modernen Films gezogen. Absurde Kamerafahrten, heftige Filter, pop-ups (sehr genial eingebunden) und sogar ruckelnde Sequenzen verlangen dem Auge alles ab, verhindern aber sehr selten den Überblick und wurden nie so übertrieben eingesetzt, dass der Film zu einem Special Effect verkommt. Sie unterstützen ihn nur.

Der Sound steht dem Bildmaterial in nichts nach aka sorry.. ich labere gerade crap, denn so eine geile Soundkulisse hörte ich zuletzt in.. ja ka!?!?Es gibt keinen Film mit dem man das vergleichen könnte! Der Soundtrack reicht von klassisch bis chiptune-Musik und die Effekte sind einfach so krank, dass ich mir den Film sogar nochmal im Kino anschauen würde. Sie sind ganz einfach zum Teil nicht beschreibbar und arschgeil.
Trotz der ganzen Flut an neuen Sounds, wurden sie trotzdem sehr gezielt plaziert. So passiert es häufig, dass mal gar keine Musik oder Töne zu hören sind, was den Effekt der unglaublichen Entfernung zu jeder Zivilisation nochmal sehr verdeutlicht.

Und die Story? Ja das ist das, was den Film wirklich in die obere Liga bringt. Sie wurde etappenartig erzählt und verleitet nicht dazu sich an den Kopf zu greifen. Wer denkt, hier sieht man eventuell eine inoffizielle Fortsetzung von „The Core“ liegt falsch aber das erwähnte ich im Prinzip ja schon oben.
Bis zur Mitte des Films kann man noch alles nachvollziehen.. erst später gerät noch ein weiterer Faktor hinzu, den ich persönlich jetzt nicht sooo prickelnd fand. Aber Gott sei Dank wurde auch dieser Aspekt sehr gut, nicht zu lang und vor allem nicht zu eindeutig behandelt.
Das Einzige was ich mir gewünscht hätte, wäre etwas mehr Dramaturgie oder Gefühl in einzelnen Szenen. Entweder hatte man keine Zeit dafür oder Mr. Boyle hat das nicht so drauf oder er wollte es nope. Aber es ist okay und im Vergleich mit dem anderen Rotzfilm wirkt „Sunshine“ wie die Erfindung der Glühbirne.
Einen pen muss ich allerdings für die Musik der Credits abziehen, die der Atmosphäre einfach das Herz rausreisst und es noch anspuckt. Ka wieso man das gemacht hat. Der Track ist ja geil aber er passt imo absolut nicht zum Film und lässt kein Nachdenken über die letzten 2 Stunden zu.

Fazit
Hut ab. Ich hatte mir erhofft endlich mal einen Science-Fiction Film sehen zu dürfen, der durch einzigartigen style, mit keinem anderen Film dieses Genres vergleichbar ist und ich bekam sogar ein bisschen mehr. Sicherlich gibt es ein paar Schwächen und die einzelnen Szenen geben ab und zu einige Fragen an die Logik auf aber die sollte man anhand der toll erzählten Geschichte und den ernstzunehmenden Schauspielern auf später verschieben (in einem Weltraumfilm sowieso).
Wer sich in Filmen fallen lassen kann, wird um dieses Kinoerlebnis nicht herum kommen.

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(Leider gibt es von dem Film so viele screenshots wie Wiis am Erstverkaufstag nach 2 Stunden. Deshalb watcht bitte bei elend oder ich übernehm sie einfach)

Sunshine (#1)

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elend, 24.04.2007

S….U….N….S….H….I….N….E
danny boyle | 2007


Die Sonne stirbt. Die „Icarus II“ wird zur Sonne geschickt, wo sie selbige mittels einer Sprengladung mit der Größe von Manhattan erneut entfachen soll. Nachdem die „Icarus I“ vor 7 Jahren bereits scheiterte, ist die „Icarus II“ die letzte Hoffnung der Menschheit.




Was etwas an Armageddon erinnert entpuppt sich gottseidank als gelungener Science Fiction Thriller. Moment! Ist der Film wirklich von Danny Boyle? Ich muss kurz nachschauen…
…ja. Doch. Stimmt. Der Mann, der den unglaublich widerwärtigen und hurenlamen „28 Days Later“ verzapfte überraschte mich ziemlich positiv mit einem Science Fiction Film, der voller Spannung, einem klasse Score, perfekten Schauspielern und dicken Special Effects steckt.

Dabei fällt einem als erstes die Soundkulisse auf. Die Geräusche, die einem hier um die Ohren fliegen sind nicht nur bombastisch, völlig neuartig und abgedreht, sondern sie passen sogar noch hervorragend zu den gezeigten Szenen. Dazu gesellen sich Musikstücke die teilweise an klassisches Orchester erinnern, aber auch teilweise Chiptunes ähneln. Das so ein Score nicht von John Williams kommen kann ist klar. Für den Soundtrack verantwortlich war die britische Elektronikband „Underworld“. Den meisten evtl. mit dem Track „Born Slippy“ bekannt.

Was Danny Boyle mit den Sounds machte zog er auch mit den Visuals durch. Abgedrehte Kameraeinstellungen, gelungene Nahaufnahmen, Farbfilter, Verzerrungen. Ich glaube in dem Film gibt’s fast nichts, was er nicht ausprobierte. Aber dennoch, es sieht einfach hurengeil aus. Die Sonne hätte nicht besser gerendert worden können. Wenn die Kamera hier wackelt, dann aus gutem Grund. Selten gingen mir Effekte oder Einstellungen auf die Nerven oder sahen blöd aus.




Selbst das Wichtigste bei einem Science Fiction Film, die Story, funktioniert hier prima. Von Anfang an wird Spannung aufgebaut und selbst, wenn er der Film im hinteren Drittel etwas weird wird, so kriegt er kurz vor Schluss noch locker die Kurve und schaffte es, das ich nicht lachen muss vor lauter Scheiße. Im Gegenteil. Die Story ist insich recht plausibel und wirklich nice. Die Logikfehler bleiben bei einem Science Fiction Film zwar nicht aus, aber wen interessiert das schon. Wer genau hinguggt, findet überall „Fehler“. Das fängt schon bei Sounds im Weltall an. Leute, lasst es euch gesagt haben, ein realistischer Weltraum ist langweilig!

Positiv fielen mir noch die Schauspieler auf, welche allesamt ziemliche Charaktere waren und man sie wirklich ernst nehmen konnte. Hier gibt es keinen Anfänger, der immer coole Sprüche ablassen muss, um seine Angst vor dem Tod zu verbergen. Hier gibt es überhaupt keine coolen Sprüche. Alle an Bord sind ernstzunehmende Wissenschaftler mit Sorgen und der Fähigkeit Probleme relativ sachlich anzugehen.

Ich bin froh, das ich ihn mir anschaute und würd mir locker mal eine DVD kaufen. Einen Pen Abzug gibt es wegen dem letzten Drittel, das mit einer weirden Überraschung aufwartet und wegen den Credits, die einen ganz ganz fürchterlich aus der von Anfang aufgebauten Atmosphäre herausreissen und auf alles pissen, über das man in dem Moment gerne noch nachgedacht hätte.

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300 (#4)

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K, 23.04.2007

300

Ich muss sagen, dass Xerxes die gayeste Sau ever ist. Alter so schwul kann man doch niemanden machen, ey. xD

Naja, alles in allem hat’s penance gut getroffen, der Film ist der reinste Optikporno. Man wichst echt bei fast jeder Stelle über die Geilheit der Visuals. ~_~

Story war wie erwartet echt Banane. Aber war ja genug Zeit sich darauf einzustellen.

Die Königin war ‘ne geile Hure, ich hätte sie gerne gerapst. ~_?

Und ääh, naja, kA, irgendwie fand ich die Decapitations zu sick?! Eine hätte auch gereicht. ~_~ Dennoch sehr zu empfehlen. Mein Problem ist nur gewesen, dass ich das Sneak Preview Publikum vermisst hab, das bei jeder geilen Szene laut gröhlt und klatscht. ~_~

Anyways: Pen Pen Pen Pen Pen

22. April 2007

Dragon Tiger Gate (#2)

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penance, 16.04.2007

Dragon Tiger Gate

Baha, was ein sexy Cover. Und so sexy wie das ist auch leider der Film.
Um was es geht weiss ich gar nicht aka ich kapierte ehrlich gesagt nicht viel. Es ging wohl um Amulett, dass einem „Macht“ verleiht aka Geld aus kriminellen Machenschaften sichert. Das Teil geht in einer total zufälligen Szene verloren und fällt in die Hände eines Unschuldigen, der eigentlich nur gediegen was essen gehen wollte aka nein. Er bekommt Freunde und findet einen Bruder, der bei den Bösen ist aka war. Zusammen gehts dann ins Technodrome gegen den Oberbösewicht Crank.
Aka.. die Story ist imo totaler standard-crap aber deshalb kuckt man sich sowas ja auch nicht an.

Dass es sich hier nämlich um eine Comicverfilmung (die ja berühmt für ihre total geilen Stories sind aka..) handelt, dürfte jedem klar sein, der das Menu zum ersten mal sieht. Es ist nämlich (wirklich) arschgeil mit dicken Sounds usw. aber lassen wir das. „Start“ gedrückt und dann gehts ab.
Im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich wurde schon direkt gegen Anfang mit dicken, schnellen Kampfszenen belohnt, die die ein oder andere Martial Arts Einlage beinhaltete. Da hält ein Typ einen kompletten Rundtisch wie einen Fächer und geht halt damit ab. Ich dachte „Baha!? Geil.“ Das geht dann munter so den ganzen Film weiter. In der Mitte wirds leider etwas zu langweilig aber es ist nicht schlimm aka so gar keine Charaktervorstellung und Hintergrundstory wäre auch ziemlich lame gewesen.. es ist also verständlich.
Und gegen Schluss (Endkampf) wurde es mir ehrlich gesagt etwas zu sick, da sie dann abstruse Specialmoves benutzen, die auch zum Teil nichtmal so toll aussehen und halt einfach irgendwie fehl am Platz waren.. aber gut es ist Comicumsetzung. Ich beschwer mich nicht.

Was mir am meisten zusagte waren die coolen Sprüche der Protagonisten und teilweise unglaublich coolen Hauptdarsteller, sowie ihre Frisuren. Baha alter.. sie sehen so style aus und haben so lockere Klamotten alle an.. sie waren true metrosexuellste Typen ever in einem Kampffilm. =P Arschgeil. Ich hätte sie mit Max und Shagay gebamst.
Was aber wirklich am allerbesten war, war ganz einfach die Optik. Sorry aber manchmal hatte der Film Ansätze wie „300″ zu wirken.. rein vom kurzen Bildeffekt her. Die Kamerafahrten waren allesamt super gewählt und die Farben und der Kontrast haben mit stets ein bisschen die Augen geflasht. So gut empfand ich das schon lange nicht mehr. Nice.

Fazit:
Es war ein lustiger, actiongeladener Film (ohne Schlussexplosion) und ich wurde gut unterhalten. Ich würde ihn mir nochmal anschauen oder so aber kaufen nicht unbedingt.. da fehlte mir einfach eine Story, die mitreissend gewesen wäre. Und der Endkampf war halt wirklich zu übertrieben seltsam, sodass ich nur 3x wichsen musste insgesamt aka..

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Exiled (#3)

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hollabiatch, 10.04.2007

Exiled

Tja, was soll ich sagen, die Zusammenfassung könnt ihr bei elend oder Munin lesen.

Mein Fazit ist halt ein etwas anderes. Ich kann mich anschließen und sagen, dass der Film cinematographisch absolute Oberklasse is. Gibt es nichts zu meckern, alles geil atmosphärisch beleuchtet, nice Kameraeinstellungen und auch die Actionszenen sind schon ziemlich dick gemacht.

Mein Problem liegt ein bisschen bei der Storyline und den Charakteren. Das Lineup is natürlich top-notch, da gibt es nichts zu diskutieren, die schauspielerische Klasse ist mehr als vorhanden.

Trotzdem blieben die Hauptpersonen für mich relativ blass bis zum (zugegebenermaßen GENIALEN) Showdown, sprich, sie waren mir einfach scheißegal. Die Story selbst steht natürlich nicht im Mittelpunkt des Ganzen, allein von der Thematik her. Nichtsdestotrotz hätte ich mir etwas weniger Spannungslöcher – vor allem zu Beginn – gewünscht.

Aber nunja, Exiled will halt auch gar kein großes Charakterkino sein, dafür gibt es andere Regisseure/Filme und von daher sind meine Kritikpunkte für Genrefans sicherlich auch irrelevant. Mit falscher Erwartungshaltung bin ich jedenfalls nicht an den Film herangegangen, mich lies er einfach nur etwas kalt. Für mich persönlich kein Meisterwerk, aber unterm Strich doch sehenswert.

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PS: Ich fühlte mich stellenweise ein bisschen an Sonatine erinnert, wobei man die Filme mal überhaupt nicht vergleichen kann. Aber naja, den Film wird wohl wiederum keiner gesehn, geschweige denn wirklich gut gefunden haben… ~_?

Tiger On The Beat

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elend, 05.04.2007

Tiger On The Beat (Lau Kar-Leung, 1988)

(Achtung, das Hong Kong Legends Cover täuscht. Das ist nicht Kill Bill und kein John Woo Film. Es sah nur am besten aus. Das orig. HK Cover ist ja zum davonlaufen.)

Sergeant Li (Chow Yun-Fat) ist C.I.D. Officer und bekannt dafür, das er es gerne mal locker angehen lässt. Da kommt ihm der aufstrebende, muskelbepakte Cop Michael Cho (Conan Lee), der nicht nervt sondern dauernd nur die Arbeit im Kopf hat, natürlich eher unrecht. Schlimmer noch, er soll Lis Partner werden. Blah blah blah, so kommt es natürlich dazu, das die zwei einen Fall lösen müssen und sich anfangs nicht leiden können blah blah blah, dann kommen sie aber immer besser aus und blah blah, das müssen sie auch, denn nur so können sie den Fall lösen. Ihr saht bestimmt schonmal alle Lethal Weapon.

Und so fängt Tiger On The Beat also mit einem Song eines kantonesischen Tina Turner Immitats an und entlässt uns alsbald in eine der typischen 1980 Hong Kong Komödien. Anfangs lernen wir Chow Yun-Fat kennen, wie er so den Tag verbringt. Nachtsüber schläft er mit random Frauen und morgens, nachdem er erstmal gesund gefrühstückt hat (Er trinkt ohne Schnitt 10 rohe Eier in einem Glas auf Ex!? Danach einen Milchshake hinterher?! Wtf???) würde er am liebsten den ganzen Tag nur in seinen Lieblingsbars rumhängen. Aber tjopes, da kommt der lame Cop der nur am rummachen ist und Polizist des Jahres oder so werden will. Das suckt natürlich und sorgt anfänglich für ein paar tolle Szenen zwischen den beiden Schauspielern, deren Humor auch gut für westliches Publikum zugänglich ist. Dabei nimmt sich Chow Yun-Fat selbst nicht zu ernst und lässt auch hier wieder mal so richtig die Sau raus. Inklusive die Hosen ausziehen, bei Frauen einen Korb kriegen und mit einer dicken BH Verkäuferin diskutieren. Chow Yun-Fat hat sichtlich Spaß daran, während sein Kollege Conan Lee eher für die Fights zuständig ist und einfach nur schön aussehen darf.

Und wenn wir schon von Action sprechen. Baha? Es gibt ein paar ziemlich geniale Actionszenen. Höchstwahrscheinlich gehen die allesamt auf das Konto von Regisseur Lau Kar-Leung (Of Drunken Master II fame). Anfangs ploppen nur die ein oder anderen Fights in’s Geschehen, aber hier kann man schon ausmachen, das Leute am Werk waren, die ihr Handwerk verstehen. Conan Lee hat einiges drauf und seine Gegenspieler sind namhafte Hong Kong Kung Fu Legenden wie Ti Lung oder Gordon Liu. Klar, das es hier abgeht. Aber selbst wenn die Fäuste mal in den Hosentaschen bleiben müssen, geht es recht gut ab. Eine tolle Autoverfolgungsjagd (Sergeant Li fährt einen coolen Mini Morris mit Rennstreifen) ein paar gute Shootouts, die den Mark Gor in Chow Yun-Fat wieder aufleben lassen und eine tolle Szene mit viel Gewalt gegen eine Frau runden das Gesamtergebnis an Action ab. Fast. Der eigentliche Höhepunkt soll nämlich noch kommen. Und zwar am Ende, wenn Conan Lee und Gordon Liu gegeneinander kämpfen. Mit zwei Kettensägen.

Mit zwei Kettensägen!

Baha alter. xD So geil.

Leicht verdauliche Hong Kong Humorkost, mit einem tollen 80er Soundtrack, dicken Actionszenen, Gewalt gegen Frauen und einem Kettensägenduell machen aus Tiger On The Beat eine astreine Empfehlung.

Vorausgesetzt man steht auf Hong Kong Komödien der 80er.

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Unlucky Monkey

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elend, 31.03.2007

Unlucky Monkey

Eigentlich war alles schon geplant und beide auf dem Weg zur Bank. Sie wollten sie ausrauben, aber die Zeichen stehen schlecht. Das Wetter ist trüb und abends soll es obendrein noch Vollmond geben. Was schief gehen kann, wird schief gehen und so kommt es, wie es kommen muss…

…die Bank wird bereits überfallen. Hastig stürmen zwei andere Verbrecher , gefolgt von drei Polizisten / Wachmännern, aus der Bank und werden dabei von einem Auto angefahren. Die Tasche mit den erbeuteten 80.000.000 Yen fliegt in hohem Bogen in die Arme unserer zwei Pechvögel… Pardon, unseres Pechvogels, denn der andere stirbt beim Versuch die Tasche aufzufangen. Selbst wenn der andere die Flucht mit dem Geld schafft, so wirklich viel Glück hat er nicht. Er ersticht ausversehen eine junge (hübsche) Frau. Und fortan beginnen sich durch sicke Zufälle die Wege diverser Personen immer wieder zu kreuzen..

Filme von Sabu sind so mit ein paar der wenigen, die man sich aus Japan antun kann. Und im Gegensatz zu Herren wie Kitano und Miike ist der Hype um Regisseur Sabu gerecht. Moment… welcher Hype? Eine Schande das dreckige Regisseure wie Kitano oder Miike mehr Aufmerksamkeit bekommen, als ein Sabu. Auch mit Unlucky Monkey schafft er wieder einen Film, der aus einer ungewöhnlichen, interessanten Ausgangssituation etwas schafft, das den Zuschauer fesseln kann, überraschen kann. Er zeigt euch Situationen, die ihr schon immer sehen wollt. Auftragskiller läuft in Zeitlupe die Treppe hoch. Wir wissen, gleich knallt’s. Und wie, schließlich rutscht der Auftragskiller mit seinen Sandalen auf den Treppen aus, fliegt vor den Soll-Opfern auf’s Maul und schießt sich dabei ausversehen in die Eier. Dabei ist anzumerken, das die Situation weder unglaubwürdig, noch lächerlich wirkt. Sie passte einfach zum Charakter und man lacht unweigerlich und hat keine Probleme sie für real anzuerkennen.

Im Gegensatz zum Schluss. Der mir dann doch etwas zu weird war und mich etwas verwirrte. Das hätte man ggf. besser lösen können. Aber trotz aller Zufälle und wahnwitzigen Situationen erscheint einem alles als logische Konsequenz und selten überlegt man, ob das nun gerade sein kann oder nicht. So muss das sein und nicht anders.

Obwohl ich Sabus Filme „Monday“ und „Dangan Runner“ etwas besser fand, reicht das locker noch für 4 Penen.

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The Big Heat

Gespeichert unter: Deluxe (movies), Movie Reviews — vidgames @ 12:00

Munin, 31.03.2007

The Big Heat HK 1988

Wai Po Wong (Waise Lee) ist ein erfahrener Polizeiinspektor, der eines Tages leider feststellen muss, dass er wegen einem Wirbelsäulenschaden die Finger seiner rechten Hand nicht mehr richtig bewegen kann – somit kann er auch oft keine Pistole mehr bedienen. Gerade als er den vom Arzt empfohlenen Rücktritt einreichen will, erfährt er, dass sein langjähriger Freund und Informant Wily Tse in Malaysia ermordet worden ist. Er versammelt eine kleine Truppe Polizisten um sich, um den Mörder zu finden.

Ursprünglich ein von Produzent Tsui Hark initiiertes Projekt, durchlebte The Big Heat im Produktionsverlauf so einige Schwierigkeiten. Zunächst wurde die Regie von Andrew Kam übernommen, bis Hark ihn nach Differenzen rauswarf und stattdessen unseren lieben Johnnie To auf den Regiestuhl brachte. Doch selbst der konnte Hark nicht wirklich zufriedenstellen und musste gegen Ende der Dreharbeiten wieder weichen, wonach Tsui Hark kurzerhand selbst einige verbleibende Szenen drehte.

Dieser Tatsache ist es vermutlich zu verdanken, dass der Film nicht nur wirr im Hinblick auf die Story ist, sondern auch qualitativ immer wieder Unregelmäßigkeiten erfährt. Hier ist sicherlich eine Menge Material auf dem Schneidetisch liegen geblieben, was weniger tragisch gewesen wäre, wenn Hark (dem ich jetzt einfach mal die komplette kreative Vision des Films attestiere) in seiner Version eines düsteren, ernsten Bloodshedthrillers nicht so viel Wert auf die Ausarbeitung der Charaktere um Wai Po Wong gelegt hätte. Alle drei sind auf ihre Art und Weise sympathisch, und doch vermisst man die Interaktion, die etwa die Truppe bei The Untouchables so zusammengeschweißt und beim Zuschauer letztlich für den emotionalen Impact gesorgt hat. Der Malaysia-Cop Chat Fu Ong ist mit eine der interessanteren Persönlichkeiten, denn er sieht aus wie ein Chow Yun Fat in A Better Tomorrow mit Sonnenbrille und Oberlippenbärtchen, bloß 20 Jahre gealtert.
‘Clumsy Lum’ hingegen ist der Stereotyp des ängstlichen, unerfahrenen Greenhorns, und dann ist da noch so ein anderer Typ, dessen Name ich vergessen habe.

Überschattet werden die Charaktere von der völlig bekloppten Gewaltdarstellung. Gleich nach den ersten Sekunden des Films, in denen eine Hand durchbohrt wird merkt man, dass hier was anders ist. Qualität statt Quantität ist das Motto Harks – statt Bodycount zählen die sicksten Todesarten, die man sich nur vorstellen kann. Neben jeder Menge Blut bei den spannend und hektisch inszenierten Shootouts werden Köpfe abgetrennt, Hände weggeschossen und Leute von Aufzügen zweigeteilt. Vor Kindern und unschuldigen Krankenschwestern macht übrigens auch keiner halt. In einer der besten Szenen wird nach einer Verfolgungsjagd ein Gangster von einem Auto angefahren, von einem zweiten überfahren, er fällt von einer Brücke auf ein drittes Auto und wird gegen Ende gegen eine Bande geschleudert. Übrig bleibt ein blutiges Häufchen. Ich musste schon sehr lachen. xD
The Big Heat bietet zweifellos die überdrehteste Darstellung an Grausamkeiten, die man im Hongkonger Copthriller finden kann. Und, wenn ich ehrlich bin: Ohne sie wäre der Film nicht halb so gut und würde im Bloodshed-Einerlei versinken.

Komplementiert wird das Ganze von mehr als soliden Schauspielleistungen, allen voran Waise Lee, der stets eine gewisse Ruhe und Waiseheit (HAHEAIEHIAHEIHEIEHAEHIAHEIE) ausstrahlt und damit im starken Kontrast zu seinen ständig overactenden Kollegen steht. In visueller Hinsicht kann The Big Heat auch außerhalb der Splatterszenen mit einigen echt schönen, atmosphärischen Einstellungen aufwarten, siehe unten. Synthesizermusik und ein Gitarrenthema machen den 80s-Vibe komplett.

Insgesamt: The Big Heat ist zügige, nie langweilige Bloodshed-Routine mit total sicken Shootouts, und darum für Fans solcher Filme natürlich zu empfehlen. Am Ende bleibt aber der kleine, wehmütige Gedanke übrig, dass aus dem Film noch viel mehr hätte rausgeholt werden können, mehr Tiefe, mehr Persönlichkeit.. Ich gebe spontan Tsui Hark die Schuld. HAHAHAHAHA!

So, das war’s. Schalten sie morgen wieder ein, wenn es heißt: Penance kriegt auf’s Maul weil Pan’s Labyrinth geil ist, aka hoffentlich. Gute Nacht, Hong Kong! Ich liebe dich auch wenn ich dich nicht persönlich kenne.

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