The Vidgames Review Archive

9. März 2007

Pan’s Labyrinth

Gespeichert unter: Deluxe (movies), Movie Reviews — vidgames @ 14:04

elend, 07.02.2007

Pan’s Labyrinth aka El Laberinto del Fauno (Mexiko, Spanien, USA 2007, Guillermo del Toro)

Spanien 1944 – Ofelia kommt mit Ihrer Mutter in einer ländlichen Armeestellung des Hauptmanns Vidal an. Er kämpft dort für Diktator Franco gegen aufständische Rebellen. Wärend draußen der Krieg herrscht, verliert sich die kleine Ofelia in Märchenbüchern und träumt von anderen Welten. Als ihr ein Faun begegnet und ihr erzählt, sie sei eine wiedergeborene Prinzessin, packt sie die Neugier und so macht sie sich auf in Pan’s Labyrint. Oder so.




Kein Kinderfilm.

Pan’s Labyrinth überraschte mich etwas. Die Geschichte kommt nur zäh in Fahrt und die Wechsel zwischen realer Welt und Fantasysetting wollen so gar nicht zusammen passen und stets hat man den Eindruck, zwei verschiedene Filme zu sehen. Auf der einen Seite ein Drama in Kriegssetting, das gnadenlos und ungeniert das Grauen des Krieges und somit der realen Welt zeigt und auf der anderen Seite das Fantasysetting der Märchenwelt um Pan’s Labyrinth, das Ofelia gerne wieder als Prinzessin hätte. Die eigentliche Überraschung kam dann in Form von Gewalt. Gnadenlos werden hier Gesichter zertrümmert, zerschnitten, zerschossen und die Kamera… die hält einfach drauf. Das ist kein Kinderfilm?! So sieht man ab der zweiten Hälfte überwiegend die Geschehnisse in der Armeestellung und weniger Fantasyelemente. Und genau da merkte ich, dass ich mittlerweile die Story der Armeestellung interessanter fand als das Fantasysetting, welches am Anfang des Filmes eher meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Gut, das dann am Schluss doch noch beide Handlungsstränge nach und nach immer mehr miteinander zu tun bekamen und ich somit nicht das Gefühl hatte, die erste Hälfte des Films wäre unnötig gewesen.



Also schon krass. Die Kameraarbeit war mir anfangs etwas zu dunkel, da man überwiegend nur Schwarz sieht, aber die Einstellungen in den Fantasysettings entschädigen dann schnell wieder. Alles sieht schön auf dem Boden geblieben und nicht so abgehoben und glanzvoll aus, wie in manch anderem Film. Dazu kommt, das alles so eine morbide Stimmung hat. Das sah einfach nice aus. Schade, das die Fantasywelt ziemlich vorhersehbar war („Du darfst NICHTS essen und trinken! NICHTS!“ Und was macht die kleine Hure? Sie isst natürlich etwas… typisch und imho total unnötig.) und der Film etwas langsam in Fahrt kommt. Dafür entschädigt das Ende dann.

Zur Gewallt sei noch zu sagen, das sie – imho – bewusst so drastisch gezeigt wird um die reale Welt eben noch realer aussehen zu lassen und gleich mal dem Zuschauer klar zu machen „Ey, das ist kein Kinderfilm. Nimm die Geschichte ruhig ernst..“. Die erste Szene fand ich anfangs etwas unnötig, aber schon ab der zweiten merkte ich, das sie wohl unumgänglich sind. Und gut sind.

Ich kauf mir wohl die 25 USD Korea DVD?!

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As Tears Go By

Gespeichert unter: Deluxe (movies), Movie Reviews — vidgames @ 14:03

elend, 03.03.2007

As Tears Go By (Hong Kong 1988, Wong Kar-Wai)

Wah (Andy Lau), seines Zeichens ein anerkanntes Triadenmitglied, bekommt einen Anruf seiner Tante. Sie schickte seine kleine Cousine (Maggy Cheung) nach Kowloon, weil sie nur dort die für Ihre momentane Erkrankung so wichtige Medizin bekommt. Wah freundet sich nur langsam mit ihr an, denn er muss immer wieder auf seinen hitzköpfigen „kleinen Bruder“ Fly (Jacky Cheung) aufpassen, der dauernd nur Ärger macht. Als er eines Tages einen Schritt zu weit geht, versucht Wah das Schlimmste zu verhindern und Fly zu überreden mit ihm und seiner Cousine Ah-Ngor nach Lantau Island zu gehen.


Martin Scorsese lässt grüßen. „As Tears Go By“ ist „Mean Streets“ in Hong Kong und Jacky Cheung ganz klar der Hitzkopf den Robert De Niro in Scorseses Film verkörpert. Aber wer „Mean Streets“ schon sah sollte keinesfalls denken, das er „As Tears Go By“ nun nicht mehr anschauen müsste. Wong Kar-Wai drückte der Geschichte seinen ganz eigenen Stempel auf, schmiss noch eine Romanze mit rein und fertig ist ein eigenständiger Film. Zwar (manche sagen „Gott sei dank“) noch nicht so ausgeprägt wie in seinen späteren Werken, aber gerade das macht den Film ja auch offener für ein breiteres Publikum. Es ist einfach Mainstream Bloodshed. Die Actionszenen sind teilweise stilisiert aber im Gegensatz zu Wong Kar-Wais späteren Werken gibt’s hier Dialoge, ein hohes Tempo und eben Action.

Für einen Wong Kar-Wai Film fällt natürlich das Fehlen Christopher Doyles irgendwie als erstes auf. Das ist zwar schade, aber nicht wirklich tragisch. Die Bilder (Sickerweise gefilmt von Infernal Affairs Regisseur Andrew Lau Wai-Keung, der kurze Zeit später auch Ringo Lams „City On Fire“ filmte!?) sind stylish genug um zu gefallen und oft finden wir Andy Lau und Jacky Cheung nur in dunklen, lediglich von roten oder blauen Neonröhren erhellten Räumen wieder. Und der ganze 80′er Flair, der sich vor allem in Klamotten und Musik wieder spiegelt, wirkt hier nicht billig (Hallo Full Contact LOLZ!!!11) sondern ganz und gar symphatisch. Gewusst wie.


In vielen Reviews wurde sich beschwert, dass der Film lediglich eine „Kopie“ oder maximal ein „Mix“ anderer Bloodshedfilme ist, die es damals so zahlreich im Kino gab. Ich dachte mir: „Ehm.. Ja und???“ Solange sie so nice sind und Hong Kong DVDs zwischen 5 und 15 EUR kosten, ist mir das doch scheißegal. Der Film ist einfach nice, ob Andy Lau, die cantonesische Coverversion von „Take My Breath“ away, die 80′er oder die nicen Actionszenen. Alles hab’ ich schonmal gesehen, aber das ist mir doch irgendwo egal, wenn ein Film trotzdem gut gemacht ist und mich nicht zu Tode langweilt. Hardcorefans von Wong Kar-Wai (Solche mit Zigarre im Mundwinkel und Hornbrille oder einer Anstellung als Prof. an irgendeiner Uni) sind evtl. etwas enttäuscht von seinem Regiedebut, aber Fans von Ringo Lam oder generell Bloodshedfilmen sollten ruhig mal ein Auge drauf werfen. Es ist einfach ein guter Film ~_???

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The Departed

Gespeichert unter: Deluxe (movies), Movie Reviews — vidgames @ 14:01

Munin, 03.03.2007

The Departed

Tjo. Es ist zwar eine ganz schöne Weile her, seit ich Infernal Affairs zuletzt sah, aber…The Departed ist leider einfach der bessere Film. Natürlich sind sie nicht genau gleich und das Remake ist nicht 1:1 dem Original empfunden, aber im Groben doch vom Handlungsablauf ähnlich, Scorsese zitiert hier und da gar ein paar Szenen direkt, manchmal besser, manchmal schlechter. Insgesamt aber gelingt es ihm, die Charaktere und ihre Motive gelungener und mit mehr Tiefe und Glaubwürdigkeit darzustellen. Das tut er auf Kosten der Länge des Films, der sich im Vergleich zum Original um ein gutes zusätzliches Stück aufbläht. Keine Frage: Infernal Affairs ist daher die weitaus elegantere Inszenierung, die schneller auf den Punkt kommt und bei dem die Spannung konsequenter oben gehalten wird.

Scorsese hingegen setzt auf die Entwicklung von Persönlichkeiten und – was letztendlich seinen Film meiner Meinung nach überlegen macht – geht am Ende, was Zynik und Konsequenz betrifft, einen wohltuenden Schritt weiter. Das ist meine persönliche Meinung und ich kann mir gut vorstellen, dass manche Leute anders denken werden. Aber ich war ohnehin noch nie ein so großer Fan vom Original. Ein guter Film war es, keine Frage, aber trotzdem hat zum Meisterwerk etwas gefehlt, und das war bei The Departed eben dabei. Zu recht gewann Scorsese hiermit endlich den Oscar.

Der einzige bittere Beigeschmack: Es ist natürlich nach wie vor sehr, sehr Schade, ja beinahe unverschämt, dass die Originalvorlage während der Opening Credits keinerlei Erwähnung findet (vermutlich ist das irgendwo in den Schlusscredits begraben, aber das schaut sich ja keiner an). Auch sonst wurde bei der Promotion des Films scheinbar jeder Versuch unternommen, davon abzulenken, dass The Departed ein Remake ist. Dass während der Oscarverleihung dann noch behauptet wurde, das Original stamme aus Japan, bis die Moderation von Scorsese gnädigerweise korrigiert wurde, setzt dem ganzen natürlich noch die widerliche Krone der Ignoranz auf.

Aber wenn man einmal davon absieht, haben wir hier einfach ein großartiges Stück Hollywoodkino. Sogar Leonardo DiCaprio und Matt Dillon kotzten mich nicht an, obwohl ich sie sonst hasse wie die Pest. So. Jetzt könnt ihr mich schlagen.

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Curse Of The Golden Flower

Gespeichert unter: Deluxe (movies), Movie Reviews — vidgames @ 13:59

elend, 24.02.2007

Curse Of The Golden Flower (China 2006, Zhang Yimou)

Tjo, die Königin leidet an Anemie und bekommt schon jahre lang Medizin dagegen. Seit ein paar Tagen lässt der König auch schwarzen Fungus dazu mischen, der, 10 Tage kontinuierlich angewandt, jeden in einen geistig behinderten verwandelt. Tjo, der König mag die Königin wohl nicht und trauert noch einer hinterher, die er mal vor 35253 Jahren kannte. Keine Ahnung. Dann gibt’s noch 3 lame Söhne, wovon einer eine Affäre mit seiner Mutter hat (Die ja nicht seine leibliche ist, wohlbemerkt) und der andere irgendwo in Kriegen kämpfte. Tjo, so plant die Königin also eine Rebellion gegen den König. Nur ein Sohn hilft ihr.


Der Film ist, wie man anhand des Trailers schon vermuten konnte, visuell eine wahre Pracht. Jede x-beliebige Einstellung könnte man sofort als Poster ausdrucken und es sähe hurengeil aus an der Wand. Dabei sind die Farben überwiegend im Bereich „Gold“ sowie „grell lila“ einzustufen. Das kann auf Dauer schon etwas zuviel des Guten sein, aber dafür gibt’s ja zwischendurch auch mal Szenen außer Haus. Zwar wenige, aber immerhin.

Die Musik klingt mit ihren choralen Gesängen fast schon etwas klischeehaft und kann diesesmal nicht ganz überzeugen. Da fand ich die Musik von Hero oder House Of Flying Daggers viel viel eindringlicher.


Bleibt noch der Film ansich. Tjo, der suckte leider. Also irgendwie war fast alles langweilig. Es gibt drei bis vier kurze Kampfszenen, die einfach genial aussehen und alles andere als langweilig sind, dafür gibt’s zwischen diesen Kampfszenen viel zu viel Gelabere. Langweiliges Gelabere. Langsames Gelabere. Unnötiges Gelabere. Man sieht überwiegend Gesichter in Großaufnahme und hoch geschnürte Titten. Titten sind ja ansich nicht schlecht, aber nichtmal die können helfen und man schaut unweigerlich des öfteren auf die Uhr.

Dabei kann man mir auch nicht vorwerfen, die Geschichte nicht verstanden zu haben. Die mag am Anfang etwas weird erscheinen, aber wird durch unzählige Wiederholungen auch für den dümmsten aller dummen schön vorbereitet und der Schluss war einfach unbefriedigend. Überhaupt alles, was die Charaktere in diesem Film tun.

Visuell aber ziemlich beeindruckend. :-)

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Tenacious D

Gespeichert unter: Deluxe (movies), Movie Reviews — vidgames @ 13:59

Shagy, 20.02.2007

Ich sah letzte Woche Tenacious D und war während des Schauens richtig begeistert!

Jack Black ist ein kleiner dicker Junge mit einem geilen Musikgeschmack. Er hört Rock und Metal >:O Leider sehen das seine Eltern (Meat Loaf als Vater) nicht sonderlich gerne und nach einer akkustischen Darbietung wird er auf sein Zimmer verband. Doch wie es das Schicksal so will, hat er eine Eingebung. Ronnie James Dio spricht von einem Plakat zu ihm und sagt, das er sich aufmachen soll die geilste Band zu gründen! Gesagt getan. Er macht sich auf in die Welt und trifft auf den Straßenmusiker Kyle Gass. Die zwei tun sich zusammen und wollen an einem Bandkontest teilnehmen. Leider sind sie zu blöd den Song des Jahrtausends zu schreiben. Duch nen dummen Zufall finden sie Anhaltspunkte zu einem speziellen Plektron, welches aus einem Zahn von Satan (!?!) gemacht wurde.



Tolle Songs und ein Kalauer nach dem anderen. Wer Jack Black liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Das ganze ist zudem schon fast ein Musical, da die Geschichte viel durch die Songs erzählt wird. Auch die Nachstellung einer Bandgeschichte war sehr geil. Zuerst das Kennenlernen, dann die Trennung wo keiner etwas erreicht und schließlich die Reunion xD

Leider gab es im Nachhinein ein paar Kritikpunkte. Vor allem das Fehlen einiger Cameo Auftritte einiger Musiker hat mir gefehlt. So kamen nur Dio, Meat Loaf und Dave Grohl zu einem Auftritt. Ziemlich schade … vor allem im Publikum in der einen Bar, hätten einige Stars sitzen können. Oder auch die Rolle von Tim Robbins hätte prima auch ein Metalheld übernehmen können! Oder die dusseligen Bullen im Museum.



Ansonsten dennoch ein sehr geiler Jack Black Film. Kaufte mir auch gleich den Soundtrack, der sich wunderbar dazu eignet den Film nochmals Revué passieren zu lassen. Nebenbei war der Pick of Destiny mit dabei Pen

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Trailer:
http://www.apple.com/trailers/newline/tenaciousdinthepickofdestiny/

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