The Vidgames Review Archive

14. November 2006

Oldboy

Gespeichert unter: Deluxe (movies), Movie Reviews — vidgames @ 13:54

Penance, 13.11.2006

Ich sah ja jetzt, nach vielem gehype und etlichen reviews die alle positiv ohne Ende waren, endlich mal Old Boy.

Tjo.. zur Story muss ich ja nix sagen und die Kamera, das Bild, Sound, Musik.. eigentlich alles ganz normal. Nichts aussergewöhnlich tolles oder so. Aber die Leute lobten ja auch die Story, die so unglaublich sein soll und nachdenklich macht und sehr erschreckend ist und der Plot ist ja sowas von toll und ach..
..ich sag’ euch was die Story war. Sie war einfach nur ein Brocken Kot eines türkischen Hundes.

Sorry aber was ist denn an der Story bitte so toll? Ich hatte mir den Film ernster vorgestellt und wurde schon im „Intro“ enttäuscht, wenn er wie ein bekloppter an der Tür rum macht. Sicher.. 3 Monate eingesperrt.. da flippt man schonmal aus. Aber die Szene wirkte halt lustig, sodass ich lachen musste. Und das war leider auch nicht die einzige Szene inder das passieren sollte. Es gibt so viele Szenen von denen ich überzeugt bin, dass sie gerade nicht lustig sein sollen aber ich konnte nicht anders. Wie der Hauptdarsteller manchmal glotzte oder sich bewegte war einfach nur witzig.
Ganz zu schweigen von der Tusse, die wohl einer Wunschvorstellung jedes Mannes entspricht aka „Ich nehm’ Dir nicht übel, dass Du mich vergewaltigen wolltest, denn ich nahm Dich ja mit in meine Wohnung, nachdem ich Dich 5 Minuten kannte. ES TUT MIR SO LEID!!! Aber WENN wir es tuen, dann werde ich mich wehren und Du musst mich schon so halb vergewaltigen!!! =D“
Bescheuert. Wie soll man sowas ernst nehmen können?

Naja und schliesslich löst sich halt der Plot auf aka *SPOILER* ich sitze da und watche. Dann erfahre ich, wieso der Typ in 15 Jahre lang eingeschlossen hatte. Damit er also nach der Entlassung mit seiner Tochter fickt. Aha. Gut. Der Mann rastet total aus und weint und schluchzt und schneidet sich die Zunge ab und will wie ein Hündchen sein, wenn sie es nur nicht erfährt.. und ich denke mir einfach nur: „wtf??“
Also bitte.. dann hat er halt mit seiner Tochter gefickt (die btw. oberheiss aussieht). Na und? Gibt Schlimmeres. Das mag vielleicht für fromme kathloische Priester oder Väter teilweise sehr schlimm sein aber mir war es doch einfach nur scheissegal. Baha.. der einzige Grund den ich gehabt hätte, ihr das nicht zu sagen, wäre, dass ich sie weiter hätte bamsen können. ~_~
Und dann drückt er den Knopf um den dings umzubringen und dann spielt halt aber einfach ein Tonband auf dem man hört wie er mit seiner Tochter schlief. Wow. Wie bedeutsam. Wie erschreckend. Wie langweilig.

Was ich damit sagen will:
WER HIER NICHT DER SELBEN MEINUNG IST, DER SOLL DOCH BITTE MAL SCHILDERN, WAS AN DEM FILM SO SUPERTOLL IST SEINER MEINUNG NACH!!! NICHT WIE BEI SOTC WO PHIL SEIT 235897 JAHREN MAL EIN REVIEW SCHREIBEN WOLLTE UND NUR RUMWEINT WIESO KEINER SEINE FILMREVIEWS KOMMENTIERT!!! >:O

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9. November 2006

Dog Bite Dog

Gespeichert unter: Deluxe (movies), Movie Reviews — vidgames @ 22:50

elend, 9.11.2006

Dog Bite Dog Hong Kong 2006

Regie: Cheang Pou-Soi
Darsteller: Sam Lee, Edison Chen, Lam Suet, Pei Pei

Pang (Edison Chen) ist Kambodschanischer Untergrundkämpfer und kämpft in Arenen für Geld. Außerdem ist er nebenbei Auftragskiller. Für den Auftrag, die Frau eines Richters zu erledigen, wird er nach Hong Kong geschickt. Der Job wird schnell und dreckig erledigt. Die darauf eintreffende Polizeitruppe staunt nicht schlecht und findet allerdings ziemlich schnell eine Spur und so wird Pang auch schon von Wai (Sam Lee) und seinem Partner „Fat Lam“ (Lam Suet) verfolgt. Es kommt zu einem Blutbad…

Tjo. Man las ja vorher schon im Internet, das dieser Film recht düster und brutal ist. Aber was ich dann erlebte, das hätte ich eigentlich nicht erwartet. Dieser Film ist wirklich düster. Das fängt schon damit an, das er überwiegend Nachts spielt geht weiter in den Handlungen der Figuren und endet schließlich nicht einmal bei der Musik, die einem als erstes auffällt und hier gesondert erwähnt werden sollte.

~ Der Soundtrack. Er ist düster. ~

Er erinnert von der ersten Szene an an Silent Hill. Hier werden sicke metallerne Geräusche eingesetzt, nach einem Schuss ist ein Tinnitus ähnliches Pfeiffen zu hören, während den Kämpfen ist dezentes Hundegebell und -geknurre zu hören und den Höhepunkt bilden die choralen Gesänge, die den ganzen Film einfach nur noch schwerer wirken lassen, als er ohnehin schon ist. Einzig und allein die zwei Lieder mit Gesang wirken im Nachhinein irgendwie fehlplatziert.

~ Die Story. Sie ist düster. ~

Gleich in einer der ersten Szenen sehen wir den Mord an der Frau des Richters sowie mehreren weiteren Personen. Und Pang geht hierbei nicht gerade zimperlich vor. Als Kampfsklave in Kambodscha aufgewachsen kennt er nunmal keine Gnade und Regisseur Cheang Pou-Soi hat kein Problem damit alles bis in’s Detail zu zeigen. Hier gibt der Film bereits die Richtung an. Es wird brutal. Der Hauptgrund dafür ist die realistische Gewalt, die gottseidank nicht einfach nur so da ist, um 15-jährigen Teens zu imponieren, sondern zum Plot gehört und auch unbedingt nötig ist, um den Verfall der beiden Hauptfiguren deutlich zu machen. Im Verlauf des Filmes lernt Pang ein Mädchen kennen, das mit ihrem Stiefvater, der sie täglich vergewaltigt, auf einer Mülldeponie lebt. Er nimmt sie mit und zeigt hier das erste mal so etwas wie Menschlichkeit. Aber kaum sah man etwas Menschlichkeit in Dog Bite Dog, kommt auch schon wieder die Finsternis und irgendjemand stirbt, oder schlimmeres(!).

Hier muss ich auch mal die zwei Hauptdarsteller erwähnen. Sam Lee kennt man überwiegend aus sicken Komödien oder sonst irgendwelchen Crapfilmen, die eigentlich keiner kennt. Und was der hier abliefert ist einfach sagenhaft. Nie hat man das Gefühl das man Sam Lee aus Bio Zombie kennt. Man hat Mitleid mit ihm. Angst vor ihm. Das alles nur, weil er so grandios spielt und man ihm alles abkauft, was er einem vor macht. Edison Chen ist auch nicht von schlechten Eltern. Er ist lange nicht mehr das geschniegelte Popsternchen, welches nur gut aussieht. Aber ich muss auch sagen, das im wohl die Tatsache, das relativ wenig spricht, zu gute kommt.

~ Die Kamera. Sie ist düster. ~

Brutal zeigt sie Hong Kong von seiner dreckigsten Seite. Würde man Hong Kong nicht aus anderen Filmen viel freundlicher kennen, man hätte absolut keinen Bock mehr auf Hong Kong und das Gefühl, man könnte an jeder Ecke oder Ampel erschossen werden. Nicht nur das gandenlose Draufhalten bei Schläger- und Schießereien sondern auch die Farbfilter, Locations und Kameraeinstellungen tragen dazu bei aus dem sonst so lebhaften Hong Kong einen hoffnungslosen Hort der Gewalt zu machen. Das reinste Endzeitszenario.

Tjo.

Das Vergeben der Penen, aka Punkte, erwies sich dann doch als schwieriger, als ich, bevor ich den Film sah, dachte. Das Ende hat mir nicht wirklich richtig gefallen und ist der einzige Grund, warum ich einen Pen abzog. Ich will nicht sagen, das das Ende lächerlich ist, oder den kompletten Film lächerlich macht. Es passt auch irgendwie und macht Sinn, aber es gefiel mir ganz einfach nicht und ich hätte mir gewünscht, das der film 10 Minuten vorher zum Ende gekommen wäre. Wirklich zu schade.

Nichts desto trotz ist Dog Bite Dog mal wieder ein klasse Film, wie er nur aus Hong Kong kommen kann. Sollte jeder Hong Kong und Thriller interessierte gesehen haben.

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